7. Netzwerktreffen der Initiative BPM4eGov am 15. Juni von 9-12 Uhr in der Schmiedstube in Bern
Bereits zum 7. Mal fand das Netzwerktreffen der Initiative BPM4eGov statt. Im Spannungsfeld zwischen Lehre und Praxis bekamen die Teilnehmer aktuelle Themen vom Einblick aus der Lehre "Rekonfiguration statt Fusionen von Gemeinden", der Umsetzung von Prozessmanagement anhand eines ganz praktischen Beispiels, über einen Einblick aus dem Nachbarland Deutschland, bis zum Nutzen - eher schon Forderung - einer eGovernment Cloud, präsentiert.
Die Teilnehmer nutzten ausgiebig die Gelegenheit während dem Netzwerkfrühstück, und auch im Anschluss and die Veranstaltung, die Anregungen, die die Referate gegeben haben zu diskutieren.
Wir danken den Referenten und Teilnehmern für die hervorragenden Beiträge und Diskussionen und freuen uns auf das nächste Netzwerktreffen.
Vorträge 7. Netzwerktreffen BPM4eGov | |
Gemeinden und Kantone stehen künftig vor grossen Herausforderungen. Auszugehen ist dabei davon, dass die Herausforderungen nicht mit kantonalen und kommunalen Fusionen alleine eliminiert werden können oder sollen. Im Referat wird aufgezeigt, was sich auf Basis technischer Möglichkeiten für Gestaltungsalternativen eröffnen, die alternativ zu Fusionen von Kantonen und Gemeinden (Beispiel Glarus; Rekonfiguration des ganzen Kantons auf Basis von drei neuen Gemeinden) bestehen. Sowohl für die technologisch unterstützbaren prozessualen Bereiche Front und Back Office, Beschaffung, Unterstützende Prozesse sowie Informatikprozesse lassen sich (De-)Zentralisierungen, Kompetenzzentren-Bildungen, Bildungen von Shared Service Centern sowie Virtualisierungen als Gestal-tungsalternativen diskutieren. Im Extremfall könnten nur noch (dezentrale) Front Offices in Kommunen vorhanden sein. Back Office, IT und Supportprozessbereich aber könnten zusammengefasst werden und wo es die Gesetzgebung zulässt gar an Externe ausgelagert werden. Dies würde ermöglichen, dass die Körperschaft der Gemeinde erhalten bleibt und die Gemeindeorganisation im Hintergrund (ausgenommen z.B. das Front Office) zentralisiert oder neu gebündelt/konfiguriert werden kann, ohne dass dies gegen aussen im Wesentlichen sichtbar wird. Zu bedenken sind zweierlei Dinge: Die hier vorgeschlagenen Entwicklungen bedingen gesetzliche Anpassungen. Durch entsprechende Rekonfigurationen sind teils massive Einsparungen von Transaktions- und Koordnationskosten möglich. | |
Viele sehen den Einsatz von BPMN lediglich als eine alternative Möglichkeit Geschäftsprozesse grafisch darzustellen. Im Referat wird gezeigt, dass gerade durch die Prozessmodellierung nach dem BPMN-Standard die Geschäftsprozesse ohne Umwege direkt in der Praxis zur Ausführung gebracht werden können. | |
Herr Georg Gelhausen, Projektleiter beim Bundesministerium des Inneren, berichtet vom Aufbau des Prozessmanagement innerhalb des BMI und dem Vorhaben "Nationale Prozessbibliothek". Dieses Vorhaben hat am Process Solution Day vom15. Mai in Bochum den den „Process Solution Award 2012 gewonnen. | |
Das Referat präsentiert die Ziele und einige Kernaussagen des Entwurfs der Cloud Strategie der Schweizer Behörden und gibt eine erste grobe Zusammenfassung des eingegangenen Feedbacks. Der Entwurf wurde im Rahmen des priorisierten E-Government-Vorhabens „B1.06 – E-Government-Architektur Schweiz“ zusammen mit Experten aus Bund, Kantonen, Gemeinden, bundesnahmen Betrieben und der Wirtschaft erarbeitet und soll dem Steuerausschuss E-Government Mitte Jahr zur Verabschiedung unterbreitet werden. | |
Die Meinung unserer Teilnehmer
"Sehr guter Überblick und Einstieg in die Thematik!"
"Interessante Themen, vor allem die Diskussionen sind spannend"
"Guter Mix der Vortragsthemen und Referenten"
"Toll! Hohes Niveau! Vielen Dank, weiter so... Würde mich freuen, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein."






